Pflanze und Raum
         
 

Innenraumbegrünung — Fachbegriffe

 
Innenraumbegrünung
Allgemein versteht man unter Innenraumbegrünung die Ausstattung von Räumen mit Pflanzen.
Gemeint sind hauptsächlich Räume in gewerblichen oder öffentlichen Gebäuden wie z.B. Büroräume, Eingangshallen, Ausstellungsräume, Wintergärten, Freizeiteinrichtungen wie z.B. Bäder, Krankenhäuser.
Die Pflanzen werden in Gefäßen oder Pflanzflächen gepflanzt. Grundsätzlich gibt es 2 Systeme, Hydrokultur und Erdkultur – siehe Pflanzssysteme.
Pflanzsysteme – Begriffserklärung
Unter Pflanzsystem versteht man allgemein hauptsächlich die Möglichkeit Wasser in einem Pflanzgefäß oder einem Pflanzbecken zu bevorraten.
Die beiden wichtigsten Pflanzsysteme sind Hydrokultur und Erdkultur.
Pflanzsysteme:
Hydrokultur
Die Hydrokultur ist ein sehr altes System. Es wurde vor ca. 35 Jahren entwickelt. Die Pflanzen stehen nicht in Erde, sondern in Blähton. Sie stehen direkt im Wasser – siehe Hydropflanzen.
Ein Wasserstandsanzeiger zeigt an, wie viel Wasser im Gefäß ist.
Erdkultur
Pflanzen in Erdkultur können nicht direkt im Wasser stehen wie Hydropflanzen.
Das in der Innenraumbegrünung hauptsächlich verwendete System, das in Holland als Semi-Hydrokultur bezeichnet wird, ist eine Weiterentwicklung aus der Dachbegrünung. Optima bzw. optigrün und ähnliche Anbieter standen hier Pate.
Der übliche sogenannte System- oder Schichtaufbau sieht folgendermaßen aus:
- Wasserstandsanzeiger bzw. Kontroll- oder Füllschicht
- Anstau- und Drainageschicht aus Blähschiefer oder gebrochenem Blähton, offenporiges Material
- Trennvlies Luft- und Wasserdurchlässig, das Wasser leiten kann aus unverrottbarem Textilgewebe
- Pflanzsubstrat – speziell für die Bedürfnisse der Raumbegrünung entwickelte Erdmischungen – siehe Pflanzsubstrate.
Seramis
Auch Seramis ist ein Erdkultursystem, das Wasser wird unterhalb der Wurzeln gespeichert. Von dort transportiert es das offenporige gebrannte Tonmaterial nach oben und stellt es den Wurzeln zur Verfügung.
Hydropflanze
Hydropflanzen sind entweder von Anfang an in Blähton kultiviert worden oder von Erdkultur auf Hydrokultur umgestellt worden. D.h. die Erde wird komplett von den Wurzeln gespült, danach wird die Pflanze in Blähton gepflanzt. Um im Wasser stehen zu können bilden die Pflanzen ein spezielles Wurzelwerk aus, wie ein Steckling den sie ins Wasser stellen und der austreibt.
Ein weit verbreiteter Irrtum ist jedoch, nach wie vor, dass Hydropflanzen gern ständig im Wasser sehen.
Pflanzen in Erdkultur (Erdkulturen)
Pflanzen in Erdkultur ist das, was Sie üblicherweise kennen. Diese Pflanzen können Sie alle in Gefäßen mit Wasserspeicher – siehe Pflanzsysteme – Erdkultur – einbauen.
Substrate:
Blähton
Blähton ist ein Ton, der mit hoher Temperatur in einem speziellen Verfahren gebrannt wird. Wichtig ist es, dass der Ton festgelegte Salzkonzentrat nicht überschreitet, da es sonst zu Pflanzenschäden kommen kann.
Erdsubstrat
Ein Substrat ist grundsätzlich eine Mischung verschiedener Stoffe. Je nach Anforderung werden diese sogenannten Zuschlagstoffe - siehe Zuschlagstoffe – entsprechend gemischt.
Substrate der Innenraumbegrünung müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:
- dauerhaft Luft- und wasserdurchlässig
- strukturstabil, d.h. die Erde darf sich nicht nach kurzer Zeit setzen
- gute Wasseraufnahme und –abgabe
- gute Nährstoffspeicherung und –abgabe
- keimfrei
- ph-Wert im neutralen Bereich

Allgemein haben diese Substrate einen sehr hohen mineralischen Anteil von 60 – 100%.
Seramis
Seramis ist eine System- und Substratbezeichnung. Das Substrat Seramis hat als Ausgangsstoff wie Blähton ebenfalls Ton. Dieser wird ebenfalls in einem speziellen Verfahren gebrannt. Im Gegensatz zum geschlossen-porigen Blähton ist Seramis offenporig, d.h. es kann gut Wasser leiten. Seramis ist sehr feinkörnig und hat eine helle rötliche Färbung.
Innenbegrünung
siehe Innenraumbegrünung
Raumbegrünung
siehe Innenraumbegrünung
Bürobegrünung
siehe Innenraumbegrünung
Raumbepfanzung
siehe Innenraumbegrünung
Pflanzgefäße
siehe Galerie Pflanzen und Gefäße.
Es gab noch nie zuvor eine größere Auswahl an Pflanzgefäßen als heute. Gefäße werden in unterschiedlichsten Formen, Farben und Größen gefertigt.
Die meist verwendeten Materialien sind:
- Kunststoff, Keramik, Aluminium, Edelstahl
Gernerell kann nahezu jedes Gefäß mit Hydrokultur oder Erdkultur oder Seramis – siehe Pflanzsysteme – bepflanzt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass es wasserdicht ist bzw. mit einem entsprechenden Einsatz ausgestattet wird.
Textilpflanzen
An Standorten die z.B. aus Lichtmangel für lebende Pflanzen ungeeignet sind, können Kunstpflanzen durchaus angebracht sein. Die Qualität von Textilpflanzen ist mittlerweile erstaunlich gut, teilweise wirken die Pflanzen täuschen echt. Bei diesen „Pflanzen“ werden echte Stämme und Äste mit Seidenblätter auf Kunststoffzweigen kombiniert. – siehe Textilpflanze.
Kunstpflanzen
siehe Textilpflanzen
Seidenpflanzen
siehe Textilpflanzen
Seideblume
siehe Textilpflanzen
Pflanzenlicht
Für lebende Pflanzen zu dunkle Standorte können mit entsprechender Zusatzbeleuchtung durchaus pflanzentauglich gemacht werden.
Generell muß das verwendete Leuchtmittel ein Licht erzeugen, das möglichst nah an das Lichtspektrum von Tageslicht herankommt. Es gibt unterschiedliche Leuchtmittel, die diesen Anspruch erfüllen. Es reicht jedoch meistens nicht aus eine Leuchte über eine Pflanze zu hängen da sie sonst ein Blätterdach bildet und unten auskahlt. Sinnvoll ist es eine Pflanze aus 2 – 3 Punkten schräg von oben zu beleuchten.
Pflanzenpflege
Pflanzen brauchen grundsätzlich Licht, Wasser und Nährstoffe im richtigen Verhältnis und dazu bei entsprechender Temperatur.
Weiters gehört zu einem langfristig gesunden Wachstum auch Pflanzenschnitt, Pflanzenschutz und Blattpflege sowie das Nachfüllen von Pflanzsubstrat.
Und allein schon aus optischen Gründen sollten Pflanzgefäße regelmäßig gereinigt werden. Denn es ist klar: nur gesunde Pflanzen wirken positiv!
Überprüfen Sie welche der genannten Leistungen Sie selbst ausführen können bzw. wollen, den Rest übernehmen wir gern.
Zimmerbrunnen
Es gibt sehr unterschiedliche Formen und Größen von Zimmerbrunnen. Oft werden Sie zur Luftbefeuchtung eingesetzt. Der Nutzen ist jedoch gerade bei kleinen Brunnen, die pro Woche 1 – 2 Liter Wasser verdunsten sehr kritisch zu sehen. Wesentlich bedeutender ist die beruhigende Wirkung, die fließendes Wasser bzw. leises Plätschern haben kann. Um Verkalkungen vorzubeugen ist es sinnvoll destilliertes Wasser zu verwenden.

Sie haben weitere Fragen? Dann schreiben Sie uns! > t.haas@haas-innengruen.de

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